Warum Yoga für ältere, kranke und geschwächte Menschen?

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Warum Yoga für ältere, kranke und geschwächte Menschen? 2017-07-18T14:33:29+00:00

„Jeder, der Yoga intensiv übt, wird Erfolg haben, sei er jung, alt, gebrechlich, krank oder schwach.“

( Hatha- Yoga- Pradipika, 16 Jahrhundert)

 


Für Yoga ist es nie zu spät.
Es kommt nur darauf an, wie Yoga den Bedürfnissen der jeweiligen Altersphase angepasst wird.

  • Worauf muss bei der Yogaarbeit mit alten Menschen geachtet werden?
  • Wo liegen die Schwerpunkte?

Altersbedingte Beschwerden müssen berücksichtigt werden

Die Spannkraft der Muskulatur lässt im Alter spürbar nach, die Senioren leiden unter altersbedingten Abnutzungserscheingungen im Rückgrat, den Schulter-, Hüft- und Kniegelenk.

Der Yoga- Übungsleiter muss die Körperübungen (asana) so abwandeln, dass die Grundidee der Übung erhalten bleibt, aber auch die körperlichen Schwachpunkte, besonders die Kniegelenke, entlastet und ausgeglichen werden.
Ohne ein Abwandeln der Übungen wäre die Yogaarbeit mit Senioren gar nicht möglich.

Ab 50 Jahre beginnt die erste Phase des Alterungsprozesses, häufig klagen die Teilnehmer schon unter motorischen Einschränkungen, meist bedingt durch Rückenbeschwerden.

Spätestens mit 67 Jahren fühlen sie deutlich körperliche Einschränkungen, was man bei dem mühevollen Übergang vom Stehen zum Liegen beobachten kann.

Die Yogapraxis muss den Senioren dazu verhelfen mit ihren (neuen) körperlichen Einschränkungen angemessen umzugehen.

Bei einer schmerzhaften Entzündung im Knie (Arthritis) ist es entscheidend, die richtige schmerzfreie Bewegung zu finden.
Mit der Koordination von bewusst langsam ausgeführten Bewegungen und des Atems soll eine (neue) natürliche Anpassungsfähigkeit des Körpers erspürt und wenn möglich erweitert werden. Mit dem Ziel Flexibilität und Beweglichkeit für das passende Asana zu erreichen und dieses neu erlebte Körperbewusstsein in den Alltag mitzunehmen.
Die Arbeit mit dem Atem nimmt dabei eine Schlüsselfunktion ein und soll immer weiter verbessert werden.

In der letzten Lebensphase des Menschen, wenn er seine soziale Verantwortung gegenüber der Familie, den Beruf und der Umwelt erfüllt hat, baut der Körper zwar ab, aber der Geist eignet sich jetzt besonders für den Weg nach Innen.

In der Asana-Praxis mit Senioren ist es jetzt nicht mehr so entscheidend ein Asana perfekt einzunehmen, sondern das Nachspüren, das Einwirken lassen in die seelisch-geistige Ebene.

Natürlich bekommen die Atemübungen (pranayama), Entspannungstechniken (Yoga Nidra) und besonders die Yoga-Meditation im fortgeschrittenen Alter, eine immer größer werdende Bedeutung.